Dienstag, 22. April 2014

Kafka: Das Urteil


Die Erzählung „Das Urteil“ von Franz Kafka behandelt den Vater-Sohn-Konflikt eines jungen erfolgreichen Kaufmanns, welcher von seinem Vater nicht anerkannt wird. Das Gespräch zwischen dem Vater und seinem Sohn eskaliert, nachdem dieser ihn in Kenntnis darüber setzt, dass er den Petersburger Freund über die bevorstehende Hochzeit informieren will. Der Vater kritisiert sowohl die unehrenhafte Verlobte als auch, dass Georg die Leitung des Geschäfts an sich gerissen habe. Der Vater verhängt schliesslich ein Todesurteil über seinen Sohn, welcher sich mit den Worten „Liebe Eltern, ich habe Euch doch immer geliebt!“ in den Fluss stürzt.
In der Erzählung berichtet der Vater seinem Sohn während des Streits, er habe genauso Kontakt zu dem Petersburger Freund gehabt wie Georg selbst, erklärt ihm aber dann, dass dieser Freund nicht existiere, da er nur der Phantasie des jungen Kaufmanns entsprungen sei. Meiner Meinung nach, ist dieser Petersburger Freund tatsächlich lediglich die Personifikation der schwachen, bedauernswerten Seite Georgs, die er sich zuvor nicht eingestehen will und kann. Indem er seinem „Petersburger Freund“ ein Teil seines Lebens verbirgt, macht er sich diesem unterlegen und betrügt sich damit selber. Er gaukelt sich eine perfekte Welt vor, um den Ansprüchen des Vaters zu entsprechen. Dieser aber war ihm auf die Schliche gekommen und erkannte Georgs zweite und unterdrückte Seite in Form des Freundes, welche vollkommen divergent zu dem Sohn ist, welchen Georg zu spielen versucht. Der Vater äußert zudem in diesem Streitgespräch, dass ihm ein Sohn wie der Petersburger Freund lieber wäre. Und selbst in der Rolle des perfekten, erfolgreichen Sohns genügt er immer noch nicht den Wünschen des Vaters. Der Sohn zerbricht an der Selbstentzweiung, kann den Ansprüchen des Vaters nicht gerecht werden. Selbst nachdem sein Vater das härteste Urteil, welches man über einen Menschen sprechen kann, verhängt hat, opfert Georg das Wertvollste, das Leben. Daran wird deutlich, wie stark Georg sein Dasein, seine ganze Existenz von der Meinung, dem Wohlwollen seines Vater abhängig macht. Er hat sich offenbar nie zu einem unabhängigen und emanzipierten Sohn entwickelt.
Dies wird auch dadurch deutlich, dass der Sohn einerseits den Brief an seinen Petersburger Freund nur mit dem Einverständnis des Vaters abschickt und andererseits, indem er sich durch Selbstmord bedingungslos dem väterlichen Urteil unterwirft. Während der Vater in der Erzählung stetig an Kraft und Stärke wächst, entpuppt sich Georgs scheinbar erfolgreiches Leben als problembehaftet und bedauernswert. 

Freitag, 18. April 2014

Das Leben von Franz Kafka


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Franz Kafka wurde am 3. Juli 1881 in Prag als Kind einer bürgerlich-jüdischen Kaufmannsfamilie geboren. Während sein Vater in ärmlichen Verhältnisse aufwuchs, stammte seine Mutter aus einer wohlhabenden Familie. Seine Mutter Julie Kafka arbeitete in dem Galanteriewarengeschäft ihres Mannes Hermann Kafka mit und da die beiden täglich bis zu 12 Stunden modische Accessoires verkauften, wurden Franz Kafka und seine drei Schwestern vom weiblichen Dienstpersonal des Hauses aufgezogen. Darüber hinaus zog die Familie bereits vor der Einschulung Franz Kafkas vier Mal um, immer mit dem Ziel durch neue Wohn- und Geschäftsräume gesellschaftlich aufzusteigen. Zwar konnte den Kafka Kindern materiell alles geboten werden, aber besonders Franz Kafka litt stark unter der mangelnden Zuwendung der Eltern und entwickelte sich zu einem scheuen, zurückhaltenden und schüchternen Mann.
Den Kontakt zu seinen Schwestern verlor er im Laufe der Zeit. Man nimmt an, dass die drei in Konzentrationslager oder Ghettos deportiert wurden. Seine Familie gehörte zu den 10% der tschechischen Bevölkerung, deren Muttersprache deutsch war. Kafkas Werke wie „Das Schloss“, „Die Verwandlung“ oder auch „Der Prozess“ wurden auf deutsch verfasst. Allerdings beherrschte Franz Kafka wie auch seine Verwandten nicht nur deutsch sondern auch tschechisch. 1901 bestand er sein Abitur am humanistischen Gymnasium in der Prager Altstadt mit „befriedigend“ und schrieb sich danach für Chemie an der Prager Universität ein. Relativ schnell wechselte er dann aber in die juristische Richtung und schloss, nach einem Ortswechsel nach München, 1806 das Studium mit einer Promotion ab. Danach arbeitete er in der Versicherungsbranche. Diese Arbeit bezeichnete er oft als „Brotberuf“. Nicht nur die äußeren Bedingungen seines Berufes, sondern auch seine inneren Konflikte empfand er als äußerst bedrückend. 
„Mein Dienst ist lächerlich und kläglich leicht…ich weiß nicht wofür ich das Geld bekomme“

1915 sollte er an die Front. Franz Kafka erkrankte 1917 an Lungentuberkolose und bat daher um Pensionierung. Allerdings wurde ihm erst 1922 freigegeben. Zur damaligen Zeit war eine Lungentuberkulose noch nicht heilbar.
Sein ganzes Leben ist von seinem eigenen Vater-Sohn Konflikt geprägt und Kafka spiegelt seine individuellen Empfindungen z.B. in „Die Verwandlung“, „Elf Söhne“, "Brief an den Vater" oder „Das Urteil“ wieder. Sein Vater nahm in der Familie eine sehr dominante und autoritäre Rolle sodass sich Franz Kafka wohl zu einem sensibelen und empfindlichen Mann entwickelte. Auch die Mutter entwickelte keinen Gegenpol zu ihrem emotional starken Mann. Zeit seines Lebens wurde Kafka von seinem Vater unterdrückt und grob behandelt und entwickelte eine Hassliebe und hielt die Beziehung zu den Eltern auf Distanz.
In seinen Werken behandelt er diese privaten Erfahrungen und setzt sie poetisch um. In „Brief an den Vater“ schrieb er: 
„In deinem Lehnstuhl regierst Du die Welt. Deine Meinung war richtig, jede andere war verrückt, überspannt, meschugge, nicht normal. Dabei war Dein Selbstvertrauen so groß, daß du gar nicht konsequent sein musstest und doch nicht aufhörtest Recht zu haben. Es konnte ja auch sein, daß Du in einer Sache gar eine Meinung hattest und infolgedessen alle Meinungen die hinsichtlich der Sache überhaupt möglich waren, ohne Ausnahme falsch sein mußten.“ 
Im Laufe der Jahre entwickelte Kafka durch diese belastete Vaterbeziehung starke Selbstkritik, was zu unserem heutigen Bild des introvertierten und fast „selbsthassenden“ Mannes beigetragen hat. Trotz seiner psychischen Probleme war Franz Kafka aber „keinesfalls sozial isoliert“. Zu seinen engsten Kontaktpersonen gehören der Autor Max Brod und seine Schwester Ottla.
Durch das gesamte Leben Kafkas zieht sich eine starke Unentschlossenheit, sei es in der Studienwahl oder auch seine Zweifel bei Verlobung mit Felice Bauer.
Zwar verbesserte sich Kafkas Gesundheitszustand 1918 nach der Erkrankung an Lungentuberkulose wieder, doch im Herbst 1918 verschlechterte sich sein Wohlbefinden durch eine mehrwöchige Lungenentzündung und im Laufe der Jahre verlor er, trotz Kuraufenthalten, sein Sprechvermögen und konnte nur mit Schmerzen Nahrung und Flüssigkeit zu sich nehmen. 1924 wurde bei ihm Kehlkopftuberkulose diagnostiziert, der operativ aufgrund seines schlechten Allgemeinzustandes nicht heilbar war.   

Clif Bar

Als ich auf dem Vegan Spring in Hannover war, habe ich zum ersten Mal die Clif Bar mit der Geschmacksrichtung Chocolate Chip ausprobiert. Besonders auf instagram wurden die Energieriegel ja schon ganz schön gehyped.



Preis:
Ein einziger Riegel hat mich 1,99€ gekostet. Das ist wirklich nicht gerade wenig für nur 69g. Als Auszubildende kann ich einen solchen Riegel also nicht so oft kaufen und es bleibt dann eher eine Ausnahme.

Geschmack:
Wirklich richtig lecker!!! Er schmeckt stark nach Haferflocken mit kleinen Schokoladen Chips. Ich habe ihn vorher in den Kühlschrank gelegt und so war er dann richtig kalt.

Nährwerte:
Pro Hundert Gramm haben die Riegel 359 kcal, also pro Riegel 244kcal. Dafür das er sehr satt macht, ist das total in Ordnung!

Zutaten:
Clif Bars werben damit, dass sie aus natürlichen und gesunden Zutaten hergestellt werden und damit eine Alternative zu den herkömmlichen Energieriegeln darstellen. Wenn man sich die Zutatenliste anschaut, fällt einem eines sofort auf: sehr viele Zutaten (6 Zeilen). Für mich hat das nicht unbedingt etwas mit natürlich zu tun.
Das erste worüber ich gestolpert bin ist Sojaprotein-Isolat. Was ist das? Es handelt sich dabei um ein Eiweißpulver. Über Soja kann man ja denken was man will, aber warum muss das jetzt unbedingt in den Riegel? Vermutlich damit der Proteinanteil höher ist... Allgemein ist ganz schön viel Soja enthalten dafür, dass es sich eigentlich um einen Haferflockenriegel handelt.
Auffällig ist auch, dass viel Rohrzuckersirup drin ist, sprich viel Zucker. Melassepulver ist übrigens auch nur eine Sirupart!
Dann ist auch Sojalecitin enthalten. Ich habe aus mehreren Quellen, dass das Soja dafür meist aus den USA, Kanada oder Südamerika stammt. Dort wird viel gentechnisch verändertes verändertes Soja angebaut. Würde das auch auf die Clif Bars zutreffen, dann wären sie nicht wirklich natürlich. Ich werde bei Clif Bar einfach mal nachfragen!

Gesamturteil:
Erster Eindruck war super, nachdem ich mir die Zutaten angeschaut habe bin ich nicht mehr so ganz begeistert wie vorher. Ich denke aber, dass man so ein Riegel ab und zu auch mal essen kann. Öfter kann man ihn sich ja sowieso nicht leisten ;) 

Links zu Sojalecithin:
http://www.transgen.de/datenbank/zusatzstoffe/137.lecithin_e_322.html
http://gruppen.greenpeace.de/wuppertal/service_files/infoliste_files/landwirtschaft_gentechnik/soja_lebensmittel_gp_cee_april_2004.pdf
http://www.nature.com/nbt/journal/v25/n9/pdf/nbt0907-981.pdf

Montag, 14. April 2014

Vegan Spring Day in Hannover

Am Samstag war in Hannover der Vegan Spring. Da ich in der Gegend war, wollte ich unbedingt hin gehen. In Berlin gibt es so was meines Wissens nach nicht.
Genauso wie der vegane Weihnachtsmarkt liegen die Stände am Steintorplatz, also super zu erreichen.



Das erste was mir aufgefallen ist, war die große Bühne. Als ich ankam, spielte gerade Emaline Delapaix. Als ich ihre Stimme hörte, wusste ich schon, dass ich richtig bin. :)


Es gab ganz unterschiedliche Stände: von Tierrechtlern über Döner-Buden bis hin zu einer Tombula. Es haben sich auch viele kleinere Läden aus Hannover und der Umgebung vorgestellt und einige vegane Restaurants/Cafés. Ich habe mir dann auch gleich einen veganen Käse (Rezi kommt noch) und einen Cliff Bar geholt.
Bei Instagram habe ich schon häufiger Cliff Bars gesehen und ich muss sagen, die sind echt super lecker. :)

Samstag, 12. April 2014

das vegan magazin



seit montag ist bundesweit das neue vegane magazine erhältlich. es gibt noch nicht so viele vegane zeitungen und mir gefällt das magazine echt gut.
es hat ganz unterschiedliche themen, von füchsen, campbell, bienen zu mode. es ist also für jeden etwas dabei. außerdem ist ein (4-seitiger) artikel von lythebee mit drin. sie hat durch ihre ernährung ihre neurodermitis in den griff bekommen.
sie kommt alle zwei monate heraus und kostet 3,50€. das ist ja ein ganz fairer preis. ich habe allerdings ein paar supermärkte abklappern müssen, damit ich sie finde. ich vermute mal, dass sie auch in mehr laden angeboten wird, wenn sie etwas bekannter ist.

übrigens, ich habe mal die formatierung des textes an der der zeitung angelehnt. es ist nämlich alles in kleinbuchstaben geschrieben. das ist zwar erstmal etwas gewöhnungsbedürftig, aber dann fällt es gar nicht mehr so auf. ;)

Sonntag, 30. März 2014

Rezept: Spargelsuppe


Zutaten:


  • 500mL Spargelwasser oder Gemüsebrühe
  • 500g Suppenspargel
  • 2 EL Soja Margerine
  • 1 EL Mehl
  • Muskat
  • Zitronensaft
  • Salz, Pfeffer
  • optional: veganen Weißwein und Sahne

Zubereitung
  1. Der Suppenspargel wird mit dem Spargelwasser/Gemüsebrühe 20min geköchelt
  2. Zwischenzeitlich wird die Mehlschwitze angesetzt: Die Margerine, das Mehl und 2 EL Wasser werden erhitzt. Dabei muss man aufpassen, dass sich das Mehl auch wirklich auflöst.
  3. Ist der Spargel weich, wird die Mehlschwitze dazugegeben und der Zitronensaft, Salz, Pfeffer und das Muskat untergerührt. 
  4. Hat der Spargel die gewünschte Weiche erreicht, kann man ihn noch pürieren und die Suppe ist fertig!

Grillen

Das gute Wetter haben wir heute genutzt und haben gegrillt:

Zum Start gab es eine Spargelsuppe:





Danach gab es eine super leckeren Feldsalat mit Postelein, Mais, Tomate, Zwiebeln, Gurken und einem Erdbeer-Essig-Dressing:



Dann kam das Gegrillte und viel Spargel: